Grippeschutz-Impfung

Lassen Sie sich in unserer Praxis gegen Grippe (Influenza) impfen. Vereinbaren Sie bitte einen Termin und bringen Sie zur Grippeschutz-Impfung unbedingt Ihren Impfausweis mit. Für gesetzlich Versicherte ist der Impfstoff in der Praxis vorrätig. Privatpatienten bringen den von mir verordneten Impfstoff bitte aus der Apotheke mit. Versicherung und Beihilfe erstatten die Kosten der Impfung.

Grippeschutz-Impfung für alle? Wer sich impfen lassen sollte

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Grippe (Influenza) insbesondere für Menschen, die bei einer Grippeerkrankung ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Folgen haben:

  • Senioren
  • Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, bei zusätzlichen Gesundheitsrisiken schon ab dem ersten Schwangerschaftsdrittel
  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung durch ein Grundleiden wie zum Beispiel: chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislauferkrankungen, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Krankheiten wie Multiple Sklerose, angeborene oder später erworbene Störungen des Immunsystems, HIV-Infektion
  • Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen Personen mit stark erhöhtem Risiko sich anzustecken (z. B. Personal in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr oder Beschäftigte im medizinischen Bereich mit Patientenkontakt)
  • Personen mit direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln

Auch für Reisende kann die Impfung unter Umständen sinnvoll sein, je nach Ziel und eigenem Gesundheitszustand. Die Grippeschutz-Impfung bietet Erwachsenen ausreichend Schutz für die gesamte Grippesaison. Weil sich die Grippeviren sehr schnell verändern können, muss diese vor jeder Grippesaison mit dem aktuellen Impfstoff erneut durchgeführt werden.

Mögliche Impfreaktionen und Nebenwirkungen

Die Grippeschutzimpfung ist gut verträglich. Gelegentlich kann es durch die Anregung der körpereigenen Abwehr zu einer eventuell schmerzhaften Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle kommen. In den ersten drei Tagen nach der Impfung können außerdem Allgemeinsymptome wie beispielsweise Frösteln, Müdigkeit, Übelkeit oder Muskelschmerzen auftreten. Solche Impfreaktionen klingen in der Regel nach ein bis drei Tagen wieder ab. Nebenwirkungen sind sehr selten. Bei weniger als einem von 10.000 Geimpften wurden allergische Reaktionen an der Haut und in den Bronchien beobachtet.

Kann die Impfung eine Grippe-Erkrankung auslösen?

Nein, da es sich bei den verwendeten Impfstoffen um Totimpfstoffe handelt.

Wie gefährlich ist die Grippe wirklich?

Das wechselt von Jahr zu Jahr. Grippeerkrankungen führen in einer durchschnittlichen Saison zu 2 bis 5 Millionen zusätzlichen Arztbesuchen. Außerdem können Grippeviren schwere Lungenentzündungen verursachen und das Immunsystem schwächen und weiteren Krankheitserregern das Eindringen in den Körper erleichtern. Die Erkrankung kann tödlich verlaufen: In einer durchschnittlichen Saison sterben in Deutschland etwa 10.000 Menschen an den Folgen einer Grippe.

Grippe oder grippaler Infekt?

Häufig wird die Grippe mit einem grippalen Infekt (Erkältung) verwechselt, denn die Symptome können sich ähneln. Verlauf und Schwere der Erkrankung unterscheiden sich jedoch erheblich. Charakteristisch für die Grippe sind der unvermittelte heftige Beginn und ihr schwerer Verlauf.

Infektion mit Grippe-Viren

Die Grippe (Influenza) wird durch Viren verursacht, die weltweit verbreitet sind und sich leicht verändern können. In jedem Alter kann die Influenza harmlos bis lebensbedrohlich verlaufen. Die Impfung ist der beste Grippeschutz, weil sie das Risiko einer Erkrankung oder schwere Komplikationen verringert.

Krankheitsbild und Ansteckungsgefahr

Die Grippe ist eine akute Viruserkrankung. Sie kann durch Tröpfcheninfektion übertragen werden – etwa durch Niesen, Husten oder im Gespräch, durch Händeschütteln oder über infizierte Gegenstände (z. B. Türgriffe).

Hier besteht Ansteckungsgefahr:

  • öffentliche Verkehrsmittel
  • Arbeitsstätten
  • Schulen
  • Kaufhäuser

Etwa ein bis vier Tage nach der Ansteckung beginnt eine Grippe meist plötzlich mit hohem Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Typisch sind auch trockener Reizhusten und eine ungewöhnlich starke Erschöpfung. Außerdem können Schweißausbrüche und Halsschmerzen hinzukommen. Wenn keine zusätzlichen Infektionen hinzu kommen, klingen die Symptome nach etwa fünf bis sieben Tagen allmählich wieder ab. In seltenen Fällen kann es bis zur gänzlichen Erholung jedoch auch mehrere Wochen dauern.

Komplikationen Lungenentzündung durch das Virus selbst oder durch zusätzliche Erreger:

  • Entzündungen des Mittelohrs
  • Entzündungen des Gehirns
  • Entzündungen des Herzmuskels

Helfen Medikamente gegen Grippeviren?

Bei besonders schweren Grippeerkrankungen können innerhalb von 48 Stunden nach Ausbruch der Erkrankung Medikamente eingesetzt werden. Sie dürfen nur unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden um zu verhindern, dass Viren resistent werden und Nebenwirkungen auftreten.