Magen-/ Darmdiagnostik

Ultraschall-Untersuchungen des BauchraumsUltraschall-Untersuchung des Bauchraums

Mit der Abdomen-Sonografie (Ultraschall des Bauchraums) können folgende Organe untersucht werden:

  • Leber
  • Gallenblase und Gallenwege
  • Bauchspeicheldrüse (Pankreas)
  • Milz
  • Nieren
  • Darm (mit Einschränkungen)
  • Blutgefäße, z. B. die große Bauchschlagader (Aorta) und die große Hohlvene (Vena cava)
  • Lymphknoten
  • Bauchhöhle mit Bauchfell
  • Harnblase
  • Prostata
  • Gebärmutter.

Für die Ultraschalluntersuchung des Bauchraums sollte der Patient nüchtern sein, das heißt, er sollte mehrere Stunden vorher weder essen noch trinken.

Laboranalysen

Im Labor können aus einer Blutprobe beispielsweise die Leberwerte, Entzündungsparameter oder  Funktionswerte verschiedener Organe bestimmt werden; auch der serologische Nachweis von infektiösen Erkrankungen, z.B. Hepatitis,  oder die Verlaufskontrolle von Krankheiten ist neben der klinischen Beobachtung anhand von Laborparametern möglich. Außerdem erlauben die modernen Methoden der Genanalyse den Nachweis erblich bedingter Darmerkrankungen. Sogenannte Tumormarker können eine gewisse Aussagekraft haben.

Aus einer Stuhlprobe können ggf. Analysen zur Organfunktion oder Hinweise zum Nachweis bösartiger Veränderungen erfolgen. Oftmals gelingt durch mikrobiologische Untersuchungen der direkte Erregernachweis von infektiösen Darmerkrankungen. Auch kann der Nachweis einer Unverträglichkeit von bestimmten Nahrungsbestandteilen oder auch einer erhöhten Histaminempfindlichkeit erfolgen.

  • Leberwerte
  • Bauchspeicheldrüsenwerte
  • Atemtest zum Nachweis von Helicobacter-Bakterien

Helicobacter pylori – Nachweis mit C13-Harnstoff-Atemtest

Das Helicobacter pylori-Bakterium ist ein Keim, der im Magenschleim und auf den Schleimhautzellen des Magens lebt und auf die Säure im Magen angewiesen ist. Er wird mit verschiedenen Erkrankungen in Zusammenhang gebracht, z. B. mit Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren, chronischen Magenschleimhautentzündungen und Magenkrebs.

Um die Helicobacter-Bakterien nachzuweisen oder den Erfolg einer Erradikationsbehandlung gegen HLO-Bakterien zu überprüfen, wird in unserer Praxis der C13-Harnstoff-Atemtest angewendet. Für den Test trinkt der Patient ein Glas Orangensaft, in dem völlig ungiftiger C13-Harnstoff (Urea) aufgelöst ist. Vor und nach dem Trinken wird die Ausatemluft in einem Röhrchen gesammelt und anschließend untersucht. Ist der C13-Wert gegenüber dem der ersten Ausatemprobe deutlich angestiegen, ist das Testergebnis positiv, d. h., es liegt eine Infektion mit Helicobacter pylori vor. Denn nur im Magen vorhandene Helicobacter- Bakterien verfügen über eine ausreichende Menge des Enzyms Urease, das den Harnstoff spaltet und freisetzt, so dass C13 in der Ausatemluft vermehrt nachweisbar wird.

Laktose-Toleranz-Test

Mit dem Laktose-Toleranz-Test wird die Fähigkeit des Körpers untersucht, Milchzucker (Laktose) im Darm aufzuspalten und für die Aufnahme in den Blutkreislauf vorzubereiten. Der Patient sollte dafür einige Stunden nüchtern sein. Für den Test wird zunächst der Blutzuckerwert des Patienten mit einer Blutprobe aus der Fingerkuppe oder dem Ohrläppchen festgestellt. Anschließend trinkt der Patient etwas Wasser, dem Milchzucker und ein wenig Zitronensaft beigemischt sind.

Wenn der Körper in der Lage ist, den Milchzucker im Darm zu spalten, wird der Zuckergehalt im Laufe einer Stunde nach der Einnahme des Milchzuckers steigen. Um das zu überprüfen, wird das Blut in bestimmten Zeitabständen erneut untersucht. Steigt der Blutzucker nicht an, weist dies darauf hin, dass der Milchzucker nicht in seine Bestandteile Galaktose und Glukose gespalten wird. Das liegt meistens an einem Mangel des Enzyms Laktase, das für den Abbau der Laktose verantwortlich ist. In diesem Fall liegt bei dem Patienten eine Laktose-Intoleranz vor, die sich nach Genuss von unvergorenen Milchprodukten oder mit Milchzucker versehenen Konserven in Krämpfen, Blähungen und Durchfällen äußern kann.

Test der Resorptionsfähigkeit bestimmter Stoffe

Mit Resorptionstesten wird die Fähigkeit des Körpers untersucht, oral zugeführte Stoffe und Nahrungsbestandteile, z. B. Eisen-Resorptionstest, über den Darm aufzunehmen.